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Elementa / Refugium

by Fiur

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    - 48-page A5 lyrics / photo book
    - bookmark with metallic deer pendant
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1.
Fiur 04:03
Blau getrübt Strahl versiegt Grollen tönt Ferne Wut Zieht heran Regenschleier Tiefer Flug Unheil erahnend Himmels Säule Äonen alt Tiefste Wurzel Stürmen getrotzt Tosender Lärm Gleißender Blitz Splitterndes Holz Dumpfer Fall Sturm verlacht Zweifel gesät Macht verhöhnt Krone gestohlen Zorn geweckt Mächte beschworen Schwert geschärft Urteil vollstreckt Ins Totenbett gesunken Glimmendes Harz erlischt im tropfenden Nass Des Zweiflers Stolz gebrochen Daniederliegend im feuchten Gras Doch unter toten Laubes Asche Lauert des Riesens Saat Um sich als Lebensflamme zu erheben, Zu verlachen die Gewalten, zu trotzen dem Sturm
2.
Strom 05:20
Lange Schatten fallen im Dämmerschein müden Strahls Die Nacht umschlingt mit ihrer Dunkelheit Hang und Tal Der Tag entschläft im Rücken der Giganten Der Wolken rote Glut rahmt schwarze Kolosse Die Kälte kriecht ins Dickicht, erstickt der Vögel Chor Aus schwarzem Wald ziehen Schleier grauen Nebeldunst's hervor Auf trock'nem Halm legt sich der Atem nieder Und wächst zu tausenden Tropfen Circulus Aeternus – rastloses Sein, ew'ger Lebensstrom, gebannt nur im ew'gen Eis Circulus Aeternus – vom Wind getrieben, von Rinnen gelenkt, verschlungen von durst'ger Erde Der Morgen graut und hellster Stern verdrängt erlöschenden Mond Wärmendes Licht vertreibt den Nebel der als blasser Geist über den Wipfeln thront Vom Strahl erfasst vergehen die Perlen kühlen Taus Und entschwinden im Dampf schwebend gen Himmel Über Tannenhäuptergrün und Seenblau hinauf zum Firmament Der Geist des Wassers sich zu Wolkenfeldern dicht verspinnt Türmend, schlingend treibt der Wind das quellende Grau Ineinander zu brodelnder Masse Circulus Aeternus – rastloses Sein, ew'ger Lebensstrom, gebannt nur im ew'gen Eis Circulus Aeternus – vom Wind getrieben, von Rinnen gelenkt, verschlungen von durst'ger Erde Versunken im Wolkenmeer: das Gold der Abendsonne Pechschwarzes Oben spuckt Blitze auf krachendes Holz Berstender Himmel gebiert tosende Schauer Versickern in gespaltenen Felses tiefem Schlund Vom Farn zum Gras, vom Gras zum Moos, vom Moos zur Erd', durchs Reich zum Fels Durch Spalt gespült, in tiefen Riss, in dunkle Kluft, Zisternen tief Unter dem Berg den Tag verneinend, des Morgens Tau zum See vereint Drängt durch den Fels als Fließ gen Tal, nährt kargen Grund mit Stamm und Halm Aus rauschendem Nass ziehen Schleier grauen Dunst's hervor Auf trock'nem Halm legt sich der Atem nieder Und wächst zu abertausenden Tropfen
3.
Orkan 06:24
Vom ewigen Dunkel der Eiswüst' gebor'n Getragen von Wellen in eisigen Meer'n Von Gischt getrieben an sandigen Strand Gegrüßt von wogendem Grün Von Nebel umhüllt in düsteren Mooren In goldenen Feldern durchkämmt vom Korn Von Hügeln und Auen zur Ruh' eingeladen Doch lockt die Reise nach Süden Vom Norden Nach Süden Vorbei an Ost Und West In Wälder gedrungen und Stämme gebogen Äste geknickt, den Sanftmut verlor'n Aufbrausend und rau, an Kühnheit gewonnen Die eigene Stärke erkannt Himmel ergrauend und Wolkenwand schiebend Windende Flüsse und Seen überfliegend Entgegen den Flanken des ersten Massivs Erwacht ist das wehrhafte Land Vom Norden Nach Süden Vorbei an Ost Und West Briese, Wind, Sturm, Orkan Die Flanke durchbrochen, in Täler gefall'n An Wände geschlagen, in Windungen verhallt Die Falle erkannt, rasend im Zorn Taumelnde Riesen gefällt Mit letztem Atem gen Gipfel aufbäumend Den Fels anbrüllend, beißend und fauchend Am Rande des Tals von hölzernen Horden Überrascht und niedergestreckt Briese, Wind, Sturm, Orkan Orkan, Sturm, Wind, Flaute
4.
Grund 07:09
Aus dunklen Fluten erstiegen, einst Grund der Tiefe Dem Sein eine Heimat geboten, dem Keim die Wiege gestellt In Millionen von Sommern dem Leben Kraft geschenkt In Millionen von Wintern von weißer Pracht bedeckt Der Fluten Wut erfahren Der Dürre Narben stolz getragen Und Sagen der Jahrtausende in den Wind geschrieben Wo sie kreisen von Ohr zu Ohr und der Ewigkeit eine Chronik sind Von eig’nem Sohn verleugnet, danklos zum Sklaven gemacht In blinder Gier geschändet, von taubem Tor verlacht In tausend Eisensommern den Grund mit Blut getränkt In tausend Seelenwintern von schwarzem Staub bedeckt An Dürre Schuld getragen In Fluten von Blut gebadet Und Leiden der Jahrtausende in den Wind geschrien Wo sie kreisen von Ohr zu Ohr und in Ewigkeit eine Schande sind Was fernster Morgen scheint wird irgendwann Vergangenheit Wo bitt‘rer Gram verhallt im Schweigen toter Stimmen Totenburgen steh‘n verwaist, klarer Fluss die Erde speist Spült hinfort was einst so zeitlos schien Und im Morast versunken der bleichen Götter Last Erinnerung verhallt im Lied der neuen alten Zeit Und im Morast läutet ein unbesiegter Keim Nun ungestört die Wiederkehr von Erdens einst'ger Pracht
5.
Anstieg 09:34
Kalt lärmender Tod verhallt im Nebel der Gedanken Mit jedem Schritt weicht das Grau den Farben der Natur Von Wildheit gefasst schlägt der Pfad eine Furt durch grüne Fluten Verschlingt den Geist und die Sinne im blätt'rigen Meer Aus dunklem Tal Empor auf steinigen Steigen Zu kargen Höh'n Stille Throne im Nebel umwölbt vom Firmament Zarte Strahlen durchfahren den Dunst erwachenden Waldes Im Morgenlicht glänzen Perlenfäden feingewebt Seichter Wind biegt die Zweige der stillen Riesen Ihr Raunen gedämpft vom Moos, das überzieht den Grund Aus dunklem Tal Empor auf steinigen Steigen Zu kargen Höh'n Stille Throne im Nebel umwölbt vom Firmament Hinauf wind't sich der Weg zwischen Wurzeln und knorrigem Geäst Vorbei an rauschenden Fließen und von Holz umschlung'nem Fels Wogende Wipfel singen Lieder Vom ew'gen Lauf der Zeit Der Stein und Klüfte hat geformt Das Land in Berg und Tal entzweit Gesprengter Stein, vom Frost entzweit, loser Grund, kaum Halt gewährend Die Hand ergreift sehniges Gras am steilen Hang, stützt schwindelnden Gang Wogende Wipfel singen Lieder Vom ew'gen Lauf der Zeit Der Stein und Klüfte hat geformt Das Land in Berg und Tal entzweit Wogende Wipfel singen Lieder Vom ew'gen Lauf der Zeit Der Stein und Klüfte hat geformt Der Berg und Tal hat entzweit Aus dunklem Tal Empor auf steinigen Steigen Zu kargen Höh'n Stille Throne im Nebel umwölbt vom Firmament
6.
Gipfelsturm 04:26
7.
Refugium 06:54
Fiebriger Taumel müder Knochen, gefällter Rumpf fällt ins Gras Schlagende Adern, dampfender Tropfen, kehliger Atem trinkt kühlenden Sog Gedrung'ne Körper knorriger Fichten, umstellen schweigend den lichten Grund Der Sonne Schein erhellt den Gipfel, legt Schatten über durchstiegenen Hang Durch schattige Täler Über grünes Gehölz Entlang schäumender Fließe Hin zu ferner Gipfels Pracht Tastet das müde Auge Schweift fiebriger Blick Kreisen befreite Gedanken Streift Erden's raues Glück Was am Morgen noch ward verborgen, kaum vernehmbar im fernen Schein Hinter dunklen Nebelwolken, unantastbar, bewehrt mit Stein Liegt, nun erklommen, ganz unbekümmert, gehüllt in Sanftmut, in friedlicher Ruh Als trautes Ziel rastloser Flucht, unbedrängt unter müdem Fuß Durch schattige Täler Über grünes Gehölz Entlang schäumender Fließe Hin zu ferner Gipfels Pracht Tastet das müde Auge Schweift fiebriger Blick Kreisen befreite Gedanken Streift Erden's raues Glück Verweil im Schatten fels'ger Throne Ferne Klippenkronen auf Augenhöh Im Reich der tausend Herrscher Wo kein Knecht gebor'n Wo der Tod das Leben nährt Trink Reinheits klare Frische Atme Freiheits wilden Duft Im Reich der tausend Herrscher Wo kein Knecht gebor'n, wo... Kalt lärmender Tod verhallt
8.
Zur Nacht 02:06

credits

released October 10, 2019

Music & Lyrics / Instruments & Vocals by Tobias Jäpel
Recorded between February 2018 and July 2019
Recorded, mixed and mastered by Tobias Jäpel at Studio Wostok
All artworks by Tobias Jäpel

© 2019 Fiur / Donnerkeil Collective

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Fiur Berlin, Germany

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