Elementa / Refugium

by Fiur

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H.L. "Elementa / Refugium" is a very promising debut album. It features melodic German black metal, full of inspiration and atmosphere, still unpolished like a rough diamond. Check for example "Orkan". I am looking forward for the next creative outputs! Favorite track: Orkan.
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credits

released October 10, 2019

Music & Lyrics / Instruments & Vocals by Tobias Jäpel
Recorded between February 2018 and July 2019
Recorded, mixed and mastered by Tobias Jäpel at Studio Wostok
All artworks by Tobias Jäpel

© 2019 Fiur / Donnerkeil Collective

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Fiur Berlin, Germany

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Track Name: Fiur
Blau getrübt
Strahl versiegt
Grollen tönt
Ferne Wut
Zieht heran
Regenschleier
Tiefer Flug
Unheil erahnend

Himmels Säule
Äonen alt
Tiefste Wurzel
Stürmen getrotzt
Tosender Lärm
Gleißender Blitz
Splitterndes Holz
Dumpfer Fall

Sturm verlacht
Zweifel gesät
Macht verhöhnt
Krone gestohlen
Zorn geweckt
Mächte beschworen
Schwert geschärft
Urteil vollstreckt

Ins Totenbett gesunken
Glimmendes Harz erlischt im tropfenden Nass
Des Zweiflers Stolz gebrochen
Daniederliegend im feuchten Gras
Doch unter toten Laubes Asche
Lauert des Riesens Saat
Um sich als Lebensflamme zu erheben,
Zu verlachen die Gewalten, zu trotzen dem Sturm
Track Name: Strom
Lange Schatten fallen im Dämmerschein müden Strahls
Die Nacht umschlingt mit ihrer Dunkelheit Hang und Tal
Der Tag entschläft im Rücken der Giganten
Der Wolken rote Glut rahmt schwarze Kolosse

Die Kälte kriecht ins Dickicht, erstickt der Vögel Chor
Aus schwarzem Wald ziehen Schleier grauen Nebeldunst's hervor
Auf trock'nem Halm legt sich der Atem nieder
Und wächst zu tausenden Tropfen

Circulus Aeternus – rastloses Sein, ew'ger Lebensstrom,
gebannt nur im ew'gen Eis
Circulus Aeternus – vom Wind getrieben, von Rinnen gelenkt,
verschlungen von durst'ger Erde

Der Morgen graut und hellster Stern verdrängt erlöschenden Mond
Wärmendes Licht vertreibt den Nebel der als blasser Geist über den Wipfeln thront
Vom Strahl erfasst vergehen die Perlen kühlen Taus
Und entschwinden im Dampf schwebend gen Himmel

Über Tannenhäuptergrün und Seenblau hinauf zum Firmament
Der Geist des Wassers sich zu Wolkenfeldern dicht verspinnt
Türmend, schlingend treibt der Wind das quellende Grau
Ineinander zu brodelnder Masse

Circulus Aeternus – rastloses Sein, ew'ger Lebensstrom,
gebannt nur im ew'gen Eis
Circulus Aeternus – vom Wind getrieben, von Rinnen gelenkt,
verschlungen von durst'ger Erde

Versunken im Wolkenmeer: das Gold der Abendsonne
Pechschwarzes Oben spuckt Blitze auf krachendes Holz
Berstender Himmel gebiert tosende Schauer
Versickern in gespaltenen Felses tiefem Schlund

Vom Farn zum Gras, vom Gras zum Moos, vom Moos zur Erd', durchs Reich zum Fels
Durch Spalt gespült, in tiefen Riss, in dunkle Kluft, Zisternen tief
Unter dem Berg den Tag verneinend, des Morgens Tau zum See vereint
Drängt durch den Fels als Fließ gen Tal, nährt kargen Grund mit Stamm und Halm

Aus rauschendem Nass ziehen Schleier grauen Dunst's hervor
Auf trock'nem Halm legt sich der Atem nieder
Und wächst zu abertausenden Tropfen
Track Name: Orkan
Vom ewigen Dunkel der Eiswüst' gebor'n
Getragen von Wellen in eisigen Meer'n
Von Gischt getrieben an sandigen Strand
Gegrüßt von wogendem Grün
Von Nebel umhüllt in düsteren Mooren
In goldenen Feldern durchkämmt vom Korn
Von Hügeln und Auen zur Ruh' eingeladen
Doch lockt die Reise nach Süden

Vom Norden
Nach Süden
Vorbei an Ost
Und West

In Wälder gedrungen und Stämme gebogen
Äste geknickt, den Sanftmut verlor'n
Aufbrausend und rau, an Kühnheit gewonnen
Die eigene Stärke erkannt
Himmel ergrauend und Wolkenwand schiebend
Windende Flüsse und Seen überfliegend
Entgegen den Flanken des ersten Massivs
Erwacht ist das wehrhafte Land

Vom Norden
Nach Süden
Vorbei an Ost
Und West

Briese, Wind, Sturm, Orkan

Die Flanke durchbrochen, in Täler gefall'n
An Wände geschlagen, in Windungen verhallt
Die Falle erkannt, rasend im Zorn
Taumelnde Riesen gefällt
Mit letztem Atem gen Gipfel aufbäumend
Den Fels anbrüllend, beißend und fauchend
Am Rande des Tals von hölzernen Horden
Überrascht und niedergestreckt

Briese, Wind, Sturm, Orkan
Orkan, Sturm, Wind, Flaute
Track Name: Grund
Aus dunklen Fluten erstiegen, einst Grund der Tiefe
Dem Sein eine Heimat geboten, dem Keim die Wiege gestellt

In Millionen von Sommern dem Leben Kraft geschenkt
In Millionen von Wintern von weißer Pracht bedeckt
Der Fluten Wut erfahren
Der Dürre Narben stolz getragen
Und Sagen der Jahrtausende in den Wind geschrieben
Wo sie kreisen von Ohr zu Ohr und der Ewigkeit eine Chronik sind

Von eig’nem Sohn verleugnet, danklos zum Sklaven gemacht
In blinder Gier geschändet, von taubem Tor verlacht

In tausend Eisensommern den Grund mit Blut getränkt
In tausend Seelenwintern von schwarzem Staub bedeckt
An Dürre Schuld getragen
In Fluten von Blut gebadet
Und Leiden der Jahrtausende in den Wind geschrien
Wo sie kreisen von Ohr zu Ohr und in Ewigkeit eine Schande sind

Was fernster Morgen scheint wird irgendwann Vergangenheit
Wo bitt‘rer Gram verhallt im Schweigen toter Stimmen
Totenburgen steh‘n verwaist, klarer Fluss die Erde speist
Spült hinfort was einst so zeitlos schien

Und im Morast versunken der bleichen Götter Last
Erinnerung verhallt im Lied der neuen alten Zeit

Und im Morast läutet ein unbesiegter Keim
Nun ungestört die Wiederkehr von Erdens einst'ger Pracht
Track Name: Anstieg
Kalt lärmender Tod verhallt im Nebel der Gedanken
Mit jedem Schritt weicht das Grau den Farben der Natur
Von Wildheit gefasst schlägt der Pfad eine Furt durch grüne Fluten
Verschlingt den Geist und die Sinne im blätt'rigen Meer

Aus dunklem Tal
Empor auf steinigen Steigen
Zu kargen Höh'n
Stille Throne im Nebel umwölbt vom Firmament

Zarte Strahlen durchfahren den Dunst erwachenden Waldes
Im Morgenlicht glänzen Perlenfäden feingewebt
Seichter Wind biegt die Zweige der stillen Riesen
Ihr Raunen gedämpft vom Moos, das überzieht den Grund

Aus dunklem Tal
Empor auf steinigen Steigen
Zu kargen Höh'n
Stille Throne im Nebel umwölbt vom Firmament

Hinauf wind't sich der Weg zwischen Wurzeln und knorrigem Geäst
Vorbei an rauschenden Fließen und von Holz umschlung'nem Fels

Wogende Wipfel singen Lieder
Vom ew'gen Lauf der Zeit
Der Stein und Klüfte hat geformt
Das Land in Berg und Tal entzweit

Gesprengter Stein, vom Frost entzweit, loser Grund, kaum Halt gewährend
Die Hand ergreift sehniges Gras am steilen Hang, stützt schwindelnden Gang

Wogende Wipfel singen Lieder
Vom ew'gen Lauf der Zeit
Der Stein und Klüfte hat geformt
Das Land in Berg und Tal entzweit

Wogende Wipfel singen Lieder
Vom ew'gen Lauf der Zeit
Der Stein und Klüfte hat geformt
Der Berg und Tal hat entzweit

Aus dunklem Tal
Empor auf steinigen Steigen
Zu kargen Höh'n
Stille Throne im Nebel umwölbt vom Firmament
Track Name: Refugium
Fiebriger Taumel müder Knochen, gefällter Rumpf fällt ins Gras
Schlagende Adern, dampfender Tropfen, kehliger Atem trinkt kühlenden Sog
Gedrung'ne Körper knorriger Fichten, umstellen schweigend den lichten Grund
Der Sonne Schein erhellt den Gipfel, legt Schatten über durchstiegenen Hang

Durch schattige Täler
Über grünes Gehölz
Entlang schäumender Fließe
Hin zu ferner Gipfels Pracht
Tastet das müde Auge
Schweift fiebriger Blick
Kreisen befreite Gedanken
Streift Erden's raues Glück

Was am Morgen noch ward verborgen, kaum vernehmbar im fernen Schein
Hinter dunklen Nebelwolken, unantastbar, bewehrt mit Stein
Liegt, nun erklommen, ganz unbekümmert, gehüllt in Sanftmut, in friedlicher Ruh
Als trautes Ziel rastloser Flucht, unbedrängt unter müdem Fuß

Durch schattige Täler
Über grünes Gehölz
Entlang schäumender Fließe
Hin zu ferner Gipfels Pracht
Tastet das müde Auge
Schweift fiebriger Blick
Kreisen befreite Gedanken
Streift Erden's raues Glück

Verweil im Schatten fels'ger Throne
Ferne Klippenkronen auf Augenhöh

Im Reich der tausend Herrscher
Wo kein Knecht gebor'n
Wo der Tod das Leben nährt

Trink Reinheits klare Frische
Atme Freiheits wilden Duft

Im Reich der tausend Herrscher
Wo kein Knecht gebor'n, wo...
Kalt lärmender Tod verhallt

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